Webers Ramar

Kurzes über Bilderrahmen

A-119-05-14, Breite 11 cm. Geschnitzte Eckornamente. Radierung auf Blank- und Mattvergoldung.

Impressionist-Rahmen.

Seitdem es Bilderrahmen gibt, beginnend mit der Gotik im 14. Jahrhundert und der Schaffung von sog. Tabernakel-Rahmen für ausschliesslich sakrale Motive, sind Bilderrahmen immer ein Ausdruck der jeweiligen Stilepoche gewesen.

Dies gilt bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges. Der Funktionalismus (in Schweden kurz "Funkis" genannt) ist sozusagen das Schlusslicht einer langen Reihe von Stilepochen. Dann ist Schluss. Der Geschmack verflacht.

Menschen prioritieren andere Dinge, aus Kunst ist etwas ganz anderes geworden und für gute ältere Bilder greift der Rahmenbauer auf Bewertes zurück. Ich auch.

Oder man schafft Stilkollisionen: Zu einem Lovis Corinth-Blumenstilleben baute ich A 119-05-14 (links) für's Kunstmuseum in Schwerin.

Für zeitgenössische Malerei ist es oft schwierig eine passende Rahmung zu finden, will man keine Standardlösung. Hier kann eigentlich nur ein gutes Resultat erzielt werden, wenn der Bildeigentümer aktiv an den Vorschlägen des Rahmenbauers teilnimmt.

Generell kan man sagen, dass eine gute Rahmung den estetischen wie auch den finanziellen Wert des Bildes erheblich steigert.

Plattenrahmen (gefasst) für eine Kurt Schwitters Collage.

Selbstbildnis als 18-jähriger von Eric Weber.